ᐅ Identitätsdiebstahl und die neue Bedrohung durch Cyberkriminalität - Schützen Sie sich Jetzt! Skip to main content

Identitätsdiebstahl- Worum handelt es sich dabei?

Der Begriff steckt nicht ein genaues einzelnes Delikt ab. Vielmehr wird darunter die gesamte Bandbreite an missbräuchlichem Verwenden der persönlichen Daten einer anderen Person durch einen Unberechtigten verstanden. Darunter kann der Name, die Kontoinformation oder ähnliches fallen.

In der Regel geschieht der Missbrauch der Identität eines Geschädigten ohne sein Wissen. Die Verwendung der illegal angeeigneten Daten kann auf vielfältige Weise geschehen und mehr oder weniger verheerend für den Geschädigten sein. In der Regel wird durch die missbräuchliche Verwendung der personenbezogenen Daten des unwissenden Opfers jedoch ein wirtschaftlicher Schaden verursacht, wobei der Täter das Ziel verfolgt, sich zu bereichern.
Identitätsdiebstahl

Es sind jedoch auch andere Motive denkbar, beispielsweise die bewusste Verwendung der Identität eines anderen, um unter falschem Namen strafbare Handlungen begehen zu können, ohne selbst als Täter identifiziert zu werden, oder auch lediglich dazu, das Opfer aus persönlichen Gründen zu schädigen. Die Schädigung kann hier wieder wirtschaftlicher Natur sein, oder aber den Ruf des Opfers angreifen und in manchen Fällen sogar nachhaltig zerstören.

Die rechtswidrig erlangte Identität sorgt besonders im Zeitalter des Internets für erhöhtes Gefahrenpotential, da hier mit vielerlei sensiblen Daten gearbeitet wird. Darunter zählen Mitgleidschaften, Accounts bei diversen Händlern, eigene Aktivitäten im Netz und auch Bankdaten.

Identitätsdiebstahl stellt eine besondere Form des Informationsdiebstahls dar. Der reine Diebstahl von personenbezogenen Informationen stellt noch keinen wirtschaftlichen Schaden für das Opfer dar. Erst bei missbräuchlicher Verwendung der Daten kann ein realer Schaden entstehen. US-Forscher haben ermittelt, dass in der Mehrzahl der Fälle, in denen Informationen in Form von persönlichen Daten entwendet wurden, ein Schaden nicht eingetreten ist. Die Dunkelziffer wird dabei als sehr hoch angenommen.

IdentitätsdiebstahlIdentitätsdiebstahl ist eine zunehmende Bedrohung im Zeitalter des Internets und der freien Beschaffung von Informationen. Kriminelle Strukturen haben sich zu Teil auf den Identitätsdiebstahl spezialisiert – mit der Folge, dass personenbezogene Daten wie eine Ware im Internet verkauft und gekauft werden. Diese Art des Handels mit gestohlenen Informationen hat in der Regel das Ziel, wirtschaftlich zu profitieren – beispielsweise durch die illegale Verwendung von Kontoinformationen anderer Menschen, etwa beim Online Shopping etc.

Wie werden gestohlene Identitäten durch Kriminelle verwendet?

Eine Art beschreibt das widerrechtliche Nutzen einer Identität in Form von Name, Geburtsdatum, Adresse etc. eines anderen Menschen. Die Art des Erlangens der Informationen ist hier auf vielfältige Weise möglich. Die so gewonnen Daten werden benutzt, um Vorzuspiegeln, derjenige zu sein. Dies kann zu “harmloseren” Zwecken, wie des Erstellens eines Profils im Internet geschehen, zum Beispiel aus Spaß.

Es sind jedoch auch weit weniger harmlose Verwendungsmöglichkeiten denkbar, wie etwa das dauerhafte Annehmen einer neuen Identität, um sich beispielsweise als illegaler Einwanderer in einem fremden Land aufhalten zu können. Auch das Ablegen der echten Identität kann diverse Gründe haben, wie hohe Schulden, ein Haftbefehl oder ähnliches.

Weitaus gefährlicher für das Opfer des Identitätsdiebstahls ist es, wenn mit der neu gewonnenen Menge an Daten betrügerische und kriminelle Handlungen durchgeführt werden. Durch die weite Verbreitung des Internets und die vielfältigen Aufgaben, die online erledigt werden, sind auch mehr und mehr Gegenstände des täglichen Lebens an Netzwerke gekoppelt.

IdentitätsdiebstahlAufgrund dessen müssen Kriminelle die Daten, die auf Chips und Karten, sowie Smartphones und Accounts gespeichert sind, nicht mehr in physischer Art und Weise entwenden, sondern können sich moderner Technologie bedienen. Diese neue Art des Identitätsdiebstahls ist wesentlich schwieriger zu unterbinden und senkt zusätzlich erheblich das Entdeckungsrisiko für die Täter, da der eigentliche Tatort nicht zwingend im Wirkungsbereich des Opfers liegtPraktische Beispiele von Schäden, die beim Identitätsdiebstahl auftreten können, gibt es viele.

Nach Erlangen der personenbezogenen Daten des Opfers können online Bestellungen ausgeführt werden, Flugreisen gebucht werden, mittels abgefangener Kreditkartendaten können Accounts angelegt und allerlei Waren und Dienstleistungen auf fremde Rechnung gekauft werden.

Neben dem anderweitigen Verwenden des falschen Namens und falscher Daten zu privaten Zwecken ist es eigentlich in den meisten Fällen die Absicht des Täters, die Daten zu nutzen, um sich finanziell zu bereichern. Oftmals sind die Täter jedoch aktiv im Untergrund und verkaufen die Daten weiter, sodass sie selbst nicht das Risiko eingehen müssen, sich der Strafverfolgung auszusetzen.

Die Daten, die beim Identitätsdiebstahl so gewonnen wurden, werden im Internet weiterverkauft, ohne dass das Opfer vom eigentlichen Identitätsdiebstahl überhaupt weiß. Es ist dann sehr wahrscheinlich, dass derjenige, der die Daten zu seinen eigenen Zwecken erwirbt, sich ganz woanders aufhält, möglicherweise sogar in einem anderen Land und niemals gefunden werden kann.

Was können die Folgen von Identitätsdiebstahl sein?

Von Experten wurde geschätzt, dass auf diese Art und Weise weltweit jedes Jahr Vermögensschäden von insgesamt über 50 Milliarden US-Dollar entstehen. Identitätsdiebstahl ist also kein Kavaliersdelikt, sondern ein ernstzunehmendes Risiko, welches die weit verbreitete Verwendung von moderner und vernetzter Technologie mit sich bringt. Für das Opfer selbst können die Folgen mitunter gravierend sein.

Zwar gibt es Möglichkeiten, sich gegen mancherlei Schäden eines Identitätsdiebstahl entsprechend zu versichern. Oftmals ist auch bereits durch die Nutzung einer bestimmten Bankkarte oder Kreditkarte ein Teil der Schäden abgesichert, die durch einen möglichen Identitätsdiebstahl entstehen. Hierfür muss aber auch im Zweifelsfall nachgewiesen werden, dass das Opfer nicht fahrlässig gehandelt hat. Es kann mitunter schwierig werden, sich nach dem Entstehen von hohen Schäden mit entsprechenden Versicherungen und Kreditkartengesellschaften auseinanderzusetzen. Besonders dann, wenn das Delikt spät bemerkt wird, können die Folgen schon sehr ernst sein.

Das weit überzogene Kreditkartenkonto, das leere Girokonto, der ausgeräumte Account bei Onlineshops und Portalen, alles sind denkbare Folgen, die das Opfer an den Rand der Existenz bringen können. Ganz abgesehen davon, dass auch abseits von Vermögensschäden die eigene Identität im strafbaren Rahmen missbraucht werden kann.

IdentitätsdiebstahlWeil auch neue Bundespersonalausweise mit RFID ausgestattet sind, ist auch hier Vorsicht geboten. Durch entsprechende Lesegeräte ist es möglich, die auf dem Ausweis gespeicherten Informationen auszulesen und missbräuchlich zu verwenden. Zwar geben Experten immer wieder an, dass das Risiko gering sei, aber es besteht. Durch das Verwenden einer vollkommen anderen Identität werden einem potentiellen Täter viele Wege eröffnet, in falschem Namen zu handeln und dabei völlig unentdeckt zu bleiben.

Dies sichert nicht nur die Anonymität des Täters, sondern bringt das Opfer oftmals noch zusätzlich in Misskredit. Es kam in der Vergangenheit auch bereits vor, dass Menschen wegen Taten verurteilt wurden, die sie niemals begangen hatten, sondern ein anonymer Täter unter ihrer gestohlenen Identität. Erst wesentlich später konnte nachgewiesen werden, dass überhaupt ein Identitätsdiebstahl vorgelegen hat.

Natürlich sind solche Fälle die Ausnahme, da in den meisten Fällen der Identitätsdiebstahl auf eine schnelle Bereicherungsabsicht abstellt. Doch auf alle Fälle ist aufgrund der immer weiter steigenden Fallzahlen und der teils schwerwiegenden Folgen für Opfer ein guter Schutz geboten. Es gibt heute kaum noch jemanden, der nicht zumindest manchmal mit einer EC-Karte oder Kreditkarte etwas bezahlt, darüber online Buchungen vornimmt oder auch ganz alltäglich ein Smartphone benutzt. Dass all dies potentielle Angriffsflächen für kriminelle Subjekte sind, bedenken dabei jedoch die wenigsten.

Gibt es Möglichkeiten, sich wirksam zu schützen?

Grundsätzlich bietet die Benutzung von Geräten mit Funkwellen immer ein Identitätsdiebstahlpotentielles Einfallstor. Weil die Technik immer weiter voranschreitet, entwickeln auch Kriminelle immer wieder neue und durchaus ausgefeilte Strategien, sich durch einen Identitätsdiebstahl der Identität und der Daten anderer unwissender Opfer zu bedienen. Daher ist es ratsam, moderne Technologien immer mit Bedacht zu verwenden und sich vorher über die potentiellen Risiken genau zu informieren. Bei der Verwendung von Smartphones mit NFC sollte im Idealfall eine Virensoftware vorinstalliert sein und auch die Zahlungen, die über NFC-Wallets erfolgen, sollten an einem vertrauenswürdigen Transponder vorgenommen werden.

Darüber hinaus sollten auch Kreditkarten, EC-Karten geschützt werden, denn hier sind besonders sensible und für Täter auch attraktive Informationen gespeichert, die niemals in falsche Hände geraten sollten. Einen besonders guten Schutz kann zum Beispiel eine Schutzhülle bieten, die ausgehende und eingehende Signale durch eine spezielle Beschichtung blockieren kann.

IdentitätsdiebstahlAll diejenigen Karten, auf denen Informationen mittels Funkwellen übertragen werden können, sind theoretisch durch Kriminelle angreifbar und bieten das Risiko eines Identitätsdiebstahls. Dazu zählt auch der neue Personalausweis, welcher personenbezogene Daten über RFID übertragen kann. Hier muss der integrierte Chip nicht dauerhaft unbrauchbar gemacht werden und wird auch durch die Verwendung einer RFID Schutzhülle nicht beschädigt. Ein sorgsamer Umgang mit den neuen Technologien und auch dem Internet ist darüber hinaus immer zu empfehlen.

Fazit zum Thema Identitätsdiebstahl

Zwar ist die neue Technologie von RFID und NFC ein deutlicher Gewinn, im industriellen und auch im privaten Bereich. Da diese aber immer weiter fortschreitet und auch immer größere und breitere Aufgabengebiete übernimmt, erhöhen sich auch Fallzahlen und Risiken von Identitätsdiebstahl. Die Art und Weise ist sehr unterschiedlich, die Folgen jedoch oft schwerwiegend. Daher sollten beim Verwenden der Technologie allgemeine und auch spezielle Risiken beachtet und eingedämmt werden. Gerade bei der Verwendung von NFC-fähigen Chipkarten besteht das Risiko eines ungewollten und unbemerkten Auslesens durch Dritte.

Damit diese wirksam unterbunden werden, empfiehlt sich die Verwendung entsprechender Schutzhüllen und der sorgfältige Umgang mit den eigenen Datenträgern. Je mehr die Technologie Einzug in den Alltag hält, desto mehr gewinnt auch der individuelle Schutz vor Identitätsdiebstahl und ähnlichen Delikten an Bedeutung.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Wenn Sie diese Webseite weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close